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	<title>Mentale Stärke Kiel - Sascha Herbst</title>
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		<title>Worauf es wirklich ankommt</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 12:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Zeit, da so viele Menschen sich selbst unter Druck setzen, sich optimieren wollen, unbedingt gewinnen wollen &#8230; ist es schön, wenn man das Allerwichtigste nicht aus den Augen verliert: Ein Leben voller Hingabe, Liebe und Zuversicht zu führen. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Nicht mehr und nicht weniger. Dies gilt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Zeit, da so viele Menschen sich selbst unter Druck setzen, sich optimieren wollen, unbedingt gewinnen wollen &#8230; ist es schön, wenn man das Allerwichtigste nicht aus den Augen verliert: Ein Leben voller Hingabe, Liebe und Zuversicht zu führen. Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Dies gilt nicht nur, wenn alles super läuft, sondern gerade dann, wenn man meint,  die Welt habe sich regelrecht gegen einen verschworen. In Zeiten, wenn wir Schmerz verspüren, leiden, Enttäuschung erleben, wenn wir nicht abrufen können, was eigentlich in uns steckt, dann brauchen wir das, was uns zu dem macht, was wir sind: Menschlichkeit. Wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen. Bei aller Mechanisierung des Seins, bei aller Technologisierug unseres Alltags&#8230; wir sind und bleiben Menschen, irrational, emotional, widersprüchlich und liebevoll &#8230; was ich meine, was mich bewegt, was mich antreibt, ein guter Mensch, Vater und Freund zu sein, kommt in diesem Film gut rüber &#8230; <p><a href="http://www.saschaherbst.de/worauf-es-wirklich-ankommt/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
<p>Mentale Stärke bedeutet für mich, mein inneres Team (und nicht die Menschen um mich herum) einzuschwören. Die vielen Stimmen, Einstellungen, Denk- und Verhaltensweisen in mir auf eine Sache, auf ein Ziel, eine Aufgabe, einen Moment, ein HIER und JETZ einzuschwören. Vor diesem Hintergrund liebe ich die Ansprache von Al Pacino. Ich stelle mich manchmal vor meine innern Truppen, meine Zögerer, meine Meckerer, meine Eitelkeiten und Jammerer, meine Klugscheißer, meine Krafprotze, meine inneren Bedenkenträger &#8230; und ich halte ihnen eine Ansprache, ehrlich, klar und mit nur einer Kernbotschaft, ich will es wirklich, wirklich. Wenn ich diese innere Ansprache nicht halten kann, ist alles andere Quatsch. Ohne diese innere Klarheit begebe ich mich nicht aufs Feld, weder privat noch beruflich. Und wenn ich diese Klarheit nicht habe, fange ich an, eine Rede an mich selbst zu schreiben. Schreiben hilft mir, herauszufinden, was ich wirklich will, was ich wirklich denke, was ich wirklich fühle. Wenn es mir gelingt, diese innere Wirklichkeit zu synchronisieren, werde ich besser sein, als je zuvor. Ob es genügt? Ich weiß es nicht. Ob man damit gewinnt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass man das Wichtigste damit im Leben nicht verliert: einge gesunde SELBSTACHTUNG. Meiner Erfahrung nach eine gute Basis für alles was man vorhat. In diesem Sinne: Viel Freude bei der eigenen, inneren Motivationsansprache und allem was dann folgt. Achtet gut auf euch, ich tue es auch. <p><a href="http://www.saschaherbst.de/worauf-es-wirklich-ankommt/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
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		<title>Leben heißt widersprechen &#8230; auch sich selbst</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 05:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitsätze]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Auf der ewigen Suche nach innerer Balance Lese mit großer Freude Reinhard K. Sprenger „Aufstand des Individuums“. Ich wünschte mir, es wäre ein echter Bestseller und nahezu alle Personalentwickler, Manager und Unternehmer würden es lesen und verinnerlichen. Warum? Weil Sprenger die Einzigartigkeit des Individuums hervorhebt und Schluss macht mit dem vereinheitlichenden Psycho-Gequatsche. Hier ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/04/Fotolia_32829160_S.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1572" title="Das Gleichgewicht" src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/04/Fotolia_32829160_S-300x156.jpg" alt="" width="300" height="156" /></a><strong>Oder: Auf der ewigen Suche nach innerer Balance</strong></p>
<p>Lese mit großer Freude Reinhard K. Sprenger „Aufstand des Individuums“. Ich wünschte mir, es wäre ein echter Bestseller und nahezu alle Personalentwickler, Manager und Unternehmer würden es lesen und verinnerlichen. Warum? Weil Sprenger die Einzigartigkeit des Individuums hervorhebt und Schluss macht mit dem vereinheitlichenden Psycho-Gequatsche.</p>
<p>Hier ein Zitat: „Viele Firmen, die jahrzentelang die besten Sachbearbeiter zu Führungskräften gemacht haben, sind in das andere Extrem verfallen. Sie haben detailliert die Führungsrolle beschrieben, Führungsleistung mit -zig Kriterien zerpflügt, Leitlinien und Gebrauchsanweisungen für diese Leitlinien erlassen. Listen wir einige dieser Pfadfinder-Platitüden auf: durchsetzungsstark, ganzheitlich denkend, kompromissfähig, analytisch, sachorientiert, gradlinig, mitfühlend, überlegt, anpassungsfähig, kreativ, tatkräftig, entscheidungsstark. Man kann sich die Wirrnis in den Köpfen gut vorstellen. Wie soll ich gleichzeitig durchsetzungsstark und kompromissfähig sein?  Wie soll ich schnell entscheiden und dabei kreativ sein? Wie soll ich gleichzeitig ganzheitlich und analytisch denken?&#8221;</p>
<p>Und viele Menschen lernen dann, mit diesem Irrsinn zu leben &#8230; und sich selbst, ihre eigenen Gedanken, Emotionen und spontanen Impulse zu ignorieren. Wie schon in der Schule, als man spürte, dass das, was die Lehrkraft da erzählte einen gar nicht interessierte, aber man so ja nicht denken und fühlen durfte. Darauf trainiert worden, nicht so sein zu dürfen, wie man im tiefsten Inneren eigentlich ist. Nicht hinzuhören, was die eigene Stimme eigentlich sagt. Nicht zu tun, was man jetzt gern tun würde, immer bedacht, es könnte einem anderen ja nicht gefallen.</p>
<p>Ich selbst habe sehr lange gebraucht, bis ich verstand, was es bedeutet, diese „Spiele der Erwachsenen“ mitzuspielen. Meine einzige Chance sah ich darin, in eine Werbeagentur zu gehen und später selber eine mitzugründen. Willkommen in einer Anstalt in der Anderssein nicht abgelehnt, sondern dank positiver Vorurteile, honoriert wird. Wer hier nicht täglich mal vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke. Es ist ein Club von Individuen. Einer anstrengender als der andere. Täglich stellen wir alles in Frage, müssen einreißen, neues bauen, mal ganz viel Ego reinstecken und im nächsten moment wieder komplett rausnehmen. Und am Ende bleibt nur ein einziger Satz, eine einzige Erkenntnis: Hauptsache ein gutes Gefühl.</p>
<p>Dieses gute Gefühl wünsche ich vielen meiner Mitmenschen manchmal. Sie haben es häufig nicht mehr. Es ist verloren gegangen in Stress, in der Selbstverachtung und -Überhöhung, im ewigen Wettbewerb mit anderen, im ewigen Streben nach irgendwas. Menschen, die ich coachen darf, erkennen häufig, dass es für sie nur ein großes Gestern oder ein erlösendes Morgen gibt. Sie wollen dann in der Betrachtung der Vergangenheit erfahren, wieso sie so geworden sind, wie sie sind. Oder sie bauen sich Konstrukte auf, eine eigene Erlösungsphilosophie, um nach irgendwas zu streben, was sie noch nicht haben, aber unbedingt gern hätten. Inspiriert von den Ideen eines Eckhard Tolle, bitte ich dann, kurz innezuhalten und sich dem Zauberwort des Lebens zuzuwenden: JETZT.</p>
<p>Jetzt schreibe ich diese Zeilen und spiele nicht mit meinen Kindern, laufe nicht mit meinem Hund, decke nicht den Frühstückstisch, pflücke keine Blumen, arbeite nicht an einem Kundenprojekt, schlafe nicht aus &#8230; ich widerspreche damit all den anderen, möglichen Handlungen, Denkweisen, Ideen. Widerspreche vielleicht sogar mir selbst, dem Sascha von gestern, der im geplanten Morgen, doch etwas ganz anderes tun, denken, fühlen wollte. Und genau das ist Leben. Ein ewiges Wider- und Fürsprechen. Ein permanentes So-Sein. Sich er-FINDEN. Sich selbst FÜHREN. Der mental bewusste Mensch tut dies mit einer gesunden Portion Humor (ich bin aber auch eine(r) ), mit gutem Selbst-Vertrauen (also ich finde mich gut dabei und es fühlt sich jetzt richtig an) und mit klarer Selbst-ERKENNTNIS (soso, das ist ja interessant, das interessiert mich also wirklich, wirklich &#8230; obwohl andere eigentlich etwas ganz anderes von mir verlangen).</p>
<p>Mein sehr geschätzter Freund und Kollege Kai hat es vor kurzem sehr treffend auf den Punkt gebracht, als er einer neuen Mitarbeiterin ihren ganz normalen „Kulturschock&#8221; bei dreizunull vermittelte: „Du darfst hier genau so sein, wie Du bist. Das ist alles völlig o.k.. Ich weiß, das irritiert einen am Anfang, aber wir nehmen Dich hier total ernst. Gib uns bitte nur immer Feedback. Ich musste das auch erst lernen. Ist aber völlig in Ordnung.“ Er sagt nicht, darfst so sein, wenn Du &#8230;. Das so sein bei dreizunull ist NICHT an Bedingungen geknüpft. Nicht an ein, wenn Du immer schön ehrlich bist, immer schön das machst, was wir Dir sagen, immer schön tolle Ideen lieferst, immer schön &#8230; denn die Worte „immer“ und „nie“ haben wir aus unserem Alltag verbannt. Eine Kultur des Miteinanders die sehr viel Vertrauen voraussetzt. Ein Vertrauen des „Sich und andere Aushaltenkönnens“.</p>
<p>Um ein abschließendes Beispiel zu bringen, was ich mit der Kultur des Vertrauens meine, muss nun meine geliebte Ehefrau herhalten. Sie hat einen unglaublich gut ausgeprägten Radar für Katastrophen. Wenn wir in den Urlaub fahren, rattert es schon eine Woche vorher bei ihr, an was sie alles denken, muss, damit auch bloß nichts passiert. Früher wollte ich ihr das – ich war damals noch sehr dämlich – unbedingt austreiben. Machte mich über sie lächerlich, oder gab zu erkennen, dass mich dieses Vorausschauen und sammeln von Medikamenten, Versicherungen, Globoli, Jacken, Hosen, Regenmantel ja/nein &#8230; schlichtweg nerven würde. Heute, wohlwissend, dass sie so ist, frage ich nur: Na, was siehst Du? Was werden wir brauchen? Und was soll ich sagen, es war oft genug wie der Pelikan in den Petzi-Taschenbüchern. Irgendwas fehlte und Schnuppi holte es aus ihrer Handtasche hervor. Und das nur, weil ich es einfach ausgehalten habe und sie hab so sein lassen, wie sie ist.</p>
<p>&#8230; und damit endet dieser Beitrag und ich widme mich unseren Kindern. Und alle technischen Geräte bleiben aus &#8230; dabei wollte ich doch noch so viel arbeiten heute &#8230; herrlich, Widerspruch, siehe, es hört nie auf &#8230;</p>
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		<title>Fallschirmspringer – Das Prinzip Selbstverantwortung</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 19:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stop-Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor einer Ewigkeit meine Fallschirmspringerausbildung in Altenstadt absolvierte, lernte ich ein paar elementare Begebenheiten von denen ich heute noch zehre. Dazu zählen: Ohne Selbstvertrauen wird das nichts Eigenverantwortung ist Mitverantwortung Überwindung kommt von innen zu 1. Selbstvetrauen bedeutet für mich, dem  erlernten Wissen und Handlungsweisen absolut vertrauen zu können. Also auch unter höchstem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/02/Springerabzeichen.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1545" title="Springerabzeichen" src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/02/Springerabzeichen-300x103.jpg" alt="" width="758" height="258" /></a>Als ich vor einer Ewigkeit meine Fallschirmspringerausbildung in Altenstadt absolvierte, lernte ich ein paar elementare Begebenheiten von denen ich heute noch zehre. Dazu zählen:</p>
<ol>
<li>Ohne Selbstvertrauen wird das nichts</li>
<li>Eigenverantwortung ist Mitverantwortung</li>
<li>Überwindung kommt von innen</li>
</ol>
<p>zu 1. Selbstvetrauen bedeutet für mich, dem  erlernten Wissen und Handlungsweisen absolut vertrauen zu können. Also auch unter höchstem Stress. Ich lernte meinen eigenen Körper und meinen Verstand in einer neuen Dimension kennen. Anders ausgedrückt: Sascha, so bist Du also, wenn Dein Körper völlig mit Adrenalin überschüttet wird. Was soll ich sagen? Man ist wie besoffen und es ist sehr anstrengend das Richtige richtig zu machen. Noch heute denke ich an solche Situationen, wenn das Adrenalin kommt. Jetzt klar im Kopf bleiben ist eine Frage des Trainings. Man muss dafür kein Fallschirmspringen. Es genügt manch Autofahrt, schreiendes Kind, pöbelnder Mitmensch oder einfach nur die Schlange beim Einkauf. Wichtig ist hier nur die Erkenntnis: Achtung, das Adrenalin kommt. Trainingseinheit! Jetzt! Klar bleiben! Bei sich bleiben.  An die nächsten, wichtigen Schritte denken und entsprechend handeln.  Denn nur wer weiß, was er zu tun hat, wird immer wieder sicher und unversehrt landen. Ergo: Nicht das Adrenalin, die Angst, der Stress sind das Problem, sondern die Frage, wie wir damit umgehen. Nicht verdrängen. Erkennen. Zulassen und jetzt in einen richtungsweisenden, klärenden Dialog gehen und entsprechend handeln. Und wenn es mal ganz bitter kommt, bitte folgenden Leitsatz immer parat haben: „Ruhe bewahren, überlegen, handeln.“ Und bitte immer in genau dieser Reihenfolge.</p>
<p>2. Zur Eigenverantwortung sei nur so viel gesagt. Man hatte lange versucht die Packer der Schirme irgendwie zu motivieren, damit sie auch ja die Schirme richtig packen würden. Kein Motivationsprogramm, keine Belohnung, kein sonstwie geartetetes Bonussystem zog. Nur eine einzige Maßnahme rettete vielen Springern das Leben: Jeder Packer muss selber Springer sein. Und es kann ihm jederzeit passieren, dass er vom Packtisch weg mit in die Maschine muss und mit genau dem Schirm, den er eben noch gepackt hatte selbst springen muss. Das nenne ich Eigenverantwortung pur. Und meine fünf Schirme, mehr Sprünge waren es bis dato nicht, gingen alle auf. Dem verantwortungsvollen Packer sei dank.</p>
<p>3. An der Luke zum Sprung aus der Maschine gibt es keine Dienstgrade, kein Dünkel, keine Bestechung. Hier gilt nur ein Gesetz. Wer nicht springt, sich aus irgend einem Grund dem Sprung verweigert und die Sprunggruppe hinter sich aufhält, der wird sofort weggezogen. Wenn er Glück hat, bekommt er vom Absetzer einen Tritt, doch das Ergebnis ist das gleiche: Er darf nie wieder springen. Denn das wichtigste Gebot der Springer ist der eigene Sprung. Die eindeutige Selbstüberwindung. Es ist diese zarte Trennlinie zwischen sicherem Boden und dem Sprung ins Ungewisse. Ein Restrisiko bleibt immer. Heute denke ich manches mal, wenn ein Projekt nicht voranschreitet, wenn ein Manager sich den inneren Ruck nicht gibt, ein Klient die richtigen Worte nicht rausbekommt &#8230; er steht an der Luke. Doch ich werde ihn nicht schupsen. Der Impuls muss von innen kommen. Stoße ich, wird er alles verlieren und ich alles versauen. Manchmal bin ich traurig, denn manch einer steht schon sehr lange an der Luke seines Lebens. Immer wieder auf der Suche nach absoluter Sicherheit. Nach einer Welt ganz ohne Risiko. Sorry, gibt´s nicht. Nicht in diesem Leben. Weder in der Luft. Noch mit beiden Füßen auf der Erde. Daher empfehle ich jedem, der weiter kommen möchte, möge er bitte beginnen, sich ab und zu selbst zu überwinden. Es muss ja nicht gleich 300 Meter über der Erde sein. Es genügt ja schon mal, einen Tag zwei verschiedene Paar Socken zu tragen. Geht nicht. Angst vorm Scheitern?  Was sollen die anderen denn sagen? Von mir denken? Ach nee. Ihr wollt euer Leben ändern und tragt noch nicht mal zwei verschiedene paar Socken &#8230; so wird das nichts. Doch gebt acht. Das Flugzeug eures Lebens fliegt nicht ewig. Irgendwann kommt die letzte Landung und dann könnte ihr nicht mehr springen. Nur noch aussteigen. Auf sicheren Boden. Aber leider auch aus dem Leben.</p>
<p>Fazit: Lieber mal einen Gedankensprung wagen als auf der Stelle stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>NEIN sagen – viel schwerer, als man denkt!</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 05:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Für diesen Beitrag gab es zwei Auslöser. Der eine fand sich auf Facebook, der andere ereignete sich im realen Leben. Folgendes, historisches Bild wurde von zahlreichen Menschen geteilt: Kann man den Ausführungen glauben, so handelt es sich um August Landmesser, der sich in Hamburg durch „aktive Passivität“ mehr als deutlich von seinen Mitmenschen distanzierte. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für diesen Beitrag gab es zwei Auslöser. Der eine fand sich auf Facebook, der andere ereignete sich im realen Leben. Folgendes, historisches Bild wurde von zahlreichen Menschen geteilt:<a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/02/august_landmesser.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1506" title="august_landmesser" src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/02/august_landmesser-300x180.jpg" alt="" height="180" width="300"></a> Kann man den Ausführungen glauben, so handelt es sich um August Landmesser, der sich in Hamburg durch „aktive Passivität“ mehr als deutlich von seinen Mitmenschen distanzierte. Es ist nicht viel über diesen Mann bekannt. Das Motiv selbst berührt mich. Wann hat man jemals zuvor ein so lautes NEIN gesehen. Es ist sehr beeindruckend und macht Mut. Man möchte diesem Mann von ganzem Herzen ein DANKE zurufen.</p>
<p>Das andere Ereignis war ein Dialog. Es ging um meine Haltung als Vegetarier. Seit nunmehr 13 Jahren esse ich weder Fleisch noch Fisch. Es ist meine ureigene Lebenshaltung, um meine Gesundheit zu wahren und meiner Umwelt keinen Schaden zuzufügen. Als mich ein sehr intelligenter Mensch vermeintlich verbal herabsetzte, kam ich arg ins Grübeln. Denn es stellte sich heraus, dass dieser Mensch ebenfalls Vegetarier war. Er war es gewohnt, für seine Haltung angegriffen, verspottet, herabgesetzt zu werden. Zur Rede aufgefordert, stellte sich schnell heraus, dieser Mensch wollte mich gar nicht angreifen. Aus ihm sprachen lediglich Traurigkeit, Zynismus und Schmerz. Es war Verbitterung. Und wenn es in meinem Mental-Training heißt: Mit der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an, so möchte ich mit diesem kurzen Beitrag ein Statement für eines der wichtigsten Worte unserer Zeit abgeben: einem klaren NEIN.</p>
<p>Warum es so schwer ist, (auch mal) anders zu sein!</p>
<p>Wer NEIN unter vielen JA-Sagern sagt, hat es schwer. Denn es wirken drei elementare Kräfte, die einen veranlassen, doch lieber mit dem Strom, als eventuell mal dagegen zu schwimmen. Bitte richtig verstehen, es geht hier nicht um ein NEIN-ZU-ALLEM. Es geht mir nur darum, kurz meine Erkenntnisse und eigenen Erfahrungen wiederzugeben, warum es so schwer ist. Es geht mir auch NICHT darum, die Welt zum Vegetariertum zu bewegen. Essverhalten ist nur eine Metapher, ein Beispiel, welches das Grundprinzip erklären soll. Welche drei Kräfte wirken auf uns ein, wenn wir uns anders verhalten, als gewohnt, wenn wir uns in eine Situation begeben, da wir anders sind, als die anderen, wenn wir einfach mal NEIN sagen, wo viele andere mitmachen:</p>
<p>1. <b>Die Angst vor Überforderung </b>= wir haben bewusst oder unterbewusst Angst uns zu viel zuzumuten</p>
<p>2. <b>Die Angst vor dem Scheitern</b> = das schaffen wir nicht? das ziehen wir nicht durch? das bringt doch nichts? da machen wir uns lächerlich? (wer kennt diese Quatschis in sich nicht?)</p>
<p>3. <b>Die Angst nicht mehr dazu zu gehören</b> = die Kraft der Familie, der Sippe, des Kollektivs, der Gemeinschaft. Es fühlt sich verdammt scheiße an (sorry, aber ich finde keine bessere Formulierung), wenn Du da ganz alleine stehst und alle anderen so gar nicht Deiner Meinung sind.</p>
<p>Ich möchte meine Ausführungen an dieser Stelle bereits schließen, denn ich hoffe, damit einen Denk- und Fühlanstoß all denen gegeben zu haben, die sich HEUTE überlegen, warum sie zu einer Sache bisher Ja gesagt haben, mit dabei waren, obwohl sie ein NEIN in sich fühlten.</p>
<p>Und meinem vegetarischen Mitmensch, der mich da so wachgerüttelt hat: Vielen DANK. Ja, es ist sehr anstrengend manchmal, wenn man nicht nur mit sich selbst ringt (schaffe ich das überhaupt? was tue ich mir da an? warum bin ich so?) sondern auch noch von seinen Mitmenschen dafür abgewertet wird (bist wohl was besseres? hältst Dich wohl für besonders schlau? wirst schon sehen, was Du davon hast?).</p>
<p>Doch was ist unsere kleine vegetarische Einstellung, ein „ich rauche nicht mehr“, ein „Schluss mit der Sauferei“, „Nein zum Konsumwahn“ &#8230; im Vergleich zu dem, was ein August Landmesser oder, um auch mal eine Frau zu erwähnen, eine Rosa Parks taten. Wenn so viel MUT im Menschen möglich ist, dann sollten wir doch alle in der Lage sein, diese Quelle in uns zu erschließen.</p>
<p>Lasst sie empört rufen „Ja wo kommen wir denn da hin!“ Denn der sich Suchende weiß: „Ja, wo kämen wir denn da hin, wenn wir nicht losgingen, um zu gucken, wo man da hinkommt, wenn man da hingeht!“ Ich wünsche Dir viel Mut, Kraft und Freude dabei. Und, DU bist nicht allein.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zeugnistag oder Danke, dass ich ein schlechter Schüler sein durfte</title>
		<link>http://www.saschaherbst.de/zeugnistag-oder-danke-dass-ich-ein-schlechter-schuler-sein-durfte/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positive Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gedanken am Tag nach dem Zeugnis meines Sohnes Ich danke meinen Eltern, dass Sie so mit sich und ihrer Welt beschäftigt waren. Sie ließen mich allein meine Erfahrungen machen. Auch meine Hausaufgaben. Weshalb ich diese auch so oft vergaß. Vergaß ich sie wirklich? Nein, ich hatte keine Lust dazu. Sorry, ich habe immer gesagt, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><br style="text-decoration: underline;"></em></p>
<p><a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-29-um-16.50.59.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1482" title="Bildschirmfoto 2012-01-29 um 16.50.59" src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-29-um-16.50.59-218x300.png" alt="" height="300" width="218"></a><strong>Gedanken am Tag nach dem Zeugnis meines Sohnes</strong><br />
Ich danke meinen Eltern, dass Sie so mit sich und ihrer Welt beschäftigt waren. Sie ließen mich allein meine Erfahrungen machen. Auch meine Hausaufgaben. Weshalb ich diese auch so oft vergaß. Vergaß ich sie wirklich? Nein, ich hatte keine Lust dazu. Sorry, ich habe immer gesagt, ich hätte alles vergessen. War gelogen! Erst später erkannte ich, dass diese Kann-mich-nicht-errinnen-Strategie sogar von Bundeskanzlern benutzt wird, um größeren Schaden zu vermeiden. So blöde, war ich dann wohl doch nicht.</p>
<p>Was konnte aber nun wichtiger sein als Hausaufgaben? Auf einem Dorf, in dem es mehr Kühe als Einwohner gab. Ohne Computer, Facebook, Playstation, sogar ohne Fernseher, ohne Lego Star-Wars, ohne Top-Models und Superstars? War ich doof, komplett unterbelichtet oder, wie es meine Eltern lange glaubten, aufgrund der schweren Geburt und der Schädelverformung nun doch ein bisschen balla-balla? Ich glaube nicht. Konnte alle Spieler der Bundesliga auswendig. Nichts Besonderes. Kann heute auch jeder Fußball-Junge. Am Gedächtnis konnte es schon mal nicht liegen. Wurde ich vernachlässigt? Nach heutigen Maßstäben bestimmt. In Hottenbach, so heißt der Ort noch heute, gab es keine Eltern, die ihre Söhne im Mama-Taxi durch die Gegend chauffierten. Man musste sich alleine beschäftigen. Sich selbst etwas einfallen lassen. Sich Freunde suchen, selbst verabreden und irgendwelche Waffen einfallen lassen, um den größten Feind zu bekämpfen, den wir alle hassten, abgrundtief hassten: Langeweile. Und langweilig war alles, was sinnlos war. Es gab auch keinen Alkohol, keine Zigaretten, keine Drogen, keine Handys, kein ipad, keine Playstation. Wer also Sinn suchte, musste sich ganz schön anstrengen in der tiefen Pfalz. Heute weiß ich, es gibt keine bessere Muttererde, für das, was man hochtrabend Kreativität nennt.</p>
<p>Und da meine Eltern, obgleich sie später beide Karriere gemacht haben, damals keine Zeit für mich und erst recht keine Kraft hatten (ja ich war anstrengend), sich weiter mit mir zu beschäftigen, entwickelte sich etwas ganz Besonderes in mir: ein Selbst gepaart mit Eigenantrieb.</p>
<p>Ich machte 10 Erfahrungen (bestimmt waren es mehr. Aber 10 klingt so schön rund), von denen ich heute noch zehre und die ich hier gern mitteilen möchte. Vielleicht findet sich der ein oder andere ja wieder:</p>
<ul>
<li><strong>Es ist alles Dein Mist.</strong> Wenn du Scheiße baust und keiner da ist, dem Du die Schuld geben kannst, dann hast Du Scheiße gebaut. Kein anderer. Nur Du. Wenn Du keine Scheiße haben willst, lerne daraus und mach es beim nächsten Mal besser. Damals gab es für mich kein „durchwulfen“. Erst recht keine Kultur, die so eine Show geduldet hätte. Erst später in Beruf und Studium erkannte ich, dass es diese Option des Überblendens gibt. Und dass diese Manipulation der Wahrnehmung besonders schlau sein soll.&nbsp; Ich habe es auch mal versucht. Es ist viel schlimmer als Scheiße bauen. Es ist falsch und man verliert, was man am meisten braucht: Sein Selbst und seine Selbstachtung.<strong></strong></li>
<li><strong>Freundschaft ist, was Du daraus machst.</strong> Wenn Du zu Deinen Freunden und Freundinnen nicht fair bist, etwas Doofes gesagt oder getan hast, jemanden verletzt hast, dann regle das. Es gibt keine anderen, keine besseren Freunde. Und es gibt auch keinen anderen Menschen, der Dich entschuldigen, dich von Deiner Schuld befreien kann. Nur Du kannst es selbst. Und es gibt immer nur die Freunde, die da sind. Nie wird einer von ihnen perfekt sein. Meine hießen Kai, Jörg, Jens und Dirk. Wir haben uns tatsächlich immer wieder vertragen, obwohl wir alle ganz schön doof waren. Es gab keine Maustaste, kein Klick-und-Hopp nächster Freund bitte. Es gab nur uns und den alltäglichen Kampf gegen die Öde. Und das war gut so. Wir erfanden eigene Spiele, eine eigene Sprache, eigene Witze. Wir stellten uns unsere eigenen Zeugnisse aus. Gaben uns Einsen und Sechsen. Die hießen dann „super Idee – machen wir.“ oder „Nee, keine Lust.“ Jeden Tag aufs Neue.<strong></strong></li>
<li><strong>Du musst es niemandem Recht machen.</strong> Wenn da keiner ist, dem Du es recht machen musst, dem Du gefallen musst, der Dir sagt, wo es lang geht, dann ist die Welt nicht winzig, sondern riesig. Dann gibt es keine Autobahn nach oben sondern nur spannende Lebenspfade. Ja, ich war mies in der Schule, aber ich hatte jeden Nachmittag genug Zeit, für einen Kurs, den man heute wohl teuer bezahlen müsste: Erfahre die Stille und lausche Deiner inneren Stimme. Ich suchte sehr früh nach der Antwort auf die Frage: Was willst Du wirklich, wirklich? Und nicht, wie das heute manch karrierebewusster Mensch nahe dem Burn-Out tut: Was soll, ich (noch alles) wirklich, wirklich wollen sollen, dürfen, müssen, können?&nbsp; Ich habe nicht immer die richtigen Antworten gefunden. Aber ich habe wenigsten gelernt, die richtigen Fragen zu stellen.</li>
<li><strong>Man darf Dinge doof finden.</strong> Ich fand unseren Lehrer damals nicht dolle. Sein Unterricht war größtenteils einfach nur öde. Ich war einfach nicht bereit für diese Pädagogik. Habe sie schlichtweg nicht verstanden. Noch heute bin ich baff, wenn ich sehe, wie schnell Kinder lesen lernen können und dass die Mengenlehre, diese komischen Kreise, Dreiecke und Quadrate gar nicht mehr Gegenstand des Unterrichts sind. Richtig vorlesen habe ich erst mit 34 Jahren gelernt, dank meiner lieben Frau und meinem inneren Antrieb, meinem Sohn nicht länger etwas vorzustottern, bevor es ins Bett geht. Sicher, es wäre gut gewesen, wenn ich es früher gekonnt hätte, aber dafür habe ich ja etwas ganz anderes mitbekommen: Wenn Du etwas gut findest. Häng Dich rein. Es ist nie zu spät dafür. Die Betonung des Einleitungssatzes liegt übrigens&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; auf finden. Denn so lange man noch findet, ist man am Leben und noch immer neugierig auf der Suche.<strong></strong></li>
<li><strong>Zufkunft ist nicht, was andere in Dir sehen.</strong> Lerne selbst zu sehen. Ich werde wohl nie vergessen, wie blass mein Vater wurde, als er dieses Zeugnis sah. Er setzte damals an zur Karriere im Schuldienst. Tja, daheim schienen die hohen ideale der Pädagogik offensichtlich nicht zu fruchten. Er selbst tröstete sich mit dem Zauberwort „Spätzünder“. Er sah in mir keinen Selbstmordattentäter sondern einen, der halt irgendwann zündet. Und da Spätzünder seiner Meinung nun mal erst spät zündeten tat er das Beste, was er tun konnte. Die Bombe wenigstens nicht entschärfen. Heute nennt man das in der Managmentlehre nach <a href="http://www.sprenger.com/de/news.php">R. K. Sprenger</a>: Die Demotivationsrate gering halten. Immer wieder Resignieren und abwarten, was da vielleicht doch noch kommt war sein Credo. Keine Drohung, keine Nachhilfe, keine Motivation! Er tat einfach nichts. Und was soll ich sagen. Danke. Andere bekamen Geld für gute Noten. Und ich: Nur die Worte „Wirst schon sehen, wofür das gut ist.“ Brutal ehrlich. Wenn auch mit dem leisen Unterton der Warnung ausgesprochen. Heute empfehle ich Menschen, die diese Art von Konsequenz nie erfahren haben, so schnell wie möglich in die Selbstverantwortung zu kommen. Und mir selbst rate ich immer wieder, in dieser Selbstverantwortung zu bleiben und es mir nicht zu bequem machen zu wollen, gleich wie groß die Verlockung auch sein möge.<strong></strong></li>
<li><strong>Noten können helfen, müssen aber nicht.</strong> Was sagt denn eine Note nun wirklich aus? Ich meine wirklich, wirklich. Um nachzuvollziehen, was ich meine, gebe ich Erwachsenen gern folgende Empfehlung: Stellen Sie sich selbst ihr eigenes Zeugnis aus. Ja, mit eigenen Fächern und eigenen Noten. Bei mir gibt es Fächer wie „Gutenachtgeschichten erfinden und erzählen“, „Bewusst essen“, „Aussprechen lassen“, „Zuhören“, „Neues anpacken und lernen“ &#8230; meine Frau, meine Freunde und erst recht die Kollegen in der Firma wissen, wie schlecht mein Zeugnis manchmal ausfällt. Na und? Was sagt das schon, was hilft das? Ganz einfach. Ein Zeugnis, ein echtes Zeugnis, ist keine Bedrohung sondern eine Hilfe. Es sagt mir, wo ich stehe und wie weit ich noch von meinem Ideal entfernt bin. Nicht weniger, aber bitte auch nicht mehr. Ich frage daher meinen Sohn nie, welche Noten die anderen bekommen haben, ich frage nur, welche Note er bekommen hat. Und wenn die Lehrerin meint, da wäre mehr drin gewesen, dann ist das ein wichtiger Hinweis. Und wenn sie der Auffassung ist, dass es schon sehr gut sei, dann ist auch dies nur eine Momentaufnahme. Ich habe übrigens mehr Angst vor den sehr guten, als vor den sehr schlechten Noten. Die Guten geben uns das Gefühl, angekommen zu sein, etwas geschafft zu haben. Endlich am Ziel. Sorry Leute. Leben ist eine Ganztagsschule ohne Ferien. Warum scheitern so viele später im Leben, obwohl sie doch nur sehr gute Zeugnisse in der Schule hatten. Weil sie meinen, schon da zu sein, wo man sein müsste. Und wenn dann einer wie ich um die Ecke kommt, rufen sie schnell: Ja wo kommen wir denn da hin? Und ich antworte: Ihr kommt da hin, wo es noch keine Noten gibt. Ihr geht dann da hin, wo man die Beurteilungskriterien erst noch erfinden muss. Das ist übrigens der Grund, weshalb ich mir bei Bewerbungen die Schulnoten fast nie anschaue. Ja, richtig gelesen. Die Zeugnisse und Noten interessieren mich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich erachte sie als Privatangelegenheit. Als Mit-Inhaber einer Werbeagentur interessiert mich nur, ob die Bewerbung wirklich mutig, kreativ, risikoreich ist. Und leider lese ich in 95 Prozent aller Fälle „ich möchte bei Ihnen arbeiten, weil ich so kreativ bin!“ &#8230; und ich beweise dies durch sehr gute Noten. Das tut mir jedes Mal körperlich weh, denn so wird das nichts.&nbsp; Ihr seid alles andere als kreativ. Ihr verwechselt noch immer HABEN und SEIN. Denn wer wirklich kreativ ist, der schreibt nicht so ein holes Zeugs, sondern lässt sich wirklich etwas NEUES einfallen. Doch warum tun die jungen Menschen so etwas. Weil ihnen mein Generation erzählt, dass das gut wäre. Euch, liebn Lehrern, empfehle ich, solltet ihr Menschen in eurer Klasse haben, die wirklich kreativ sind, sich nicht Schema-F pressen lassen wollen, drückt ihnen bitte nie wieder diese Standard-Bewerbungs-Pappmappen&nbsp; in die Hand und lasst sie bitte, nie, nie wieder diese Standardtexte auswendig lernen. Wenn ihr auch wirklich meint, ihr tut ihnen etwas Gutes, so tut ihr doch nur eines: Ihr verbaut ihnen die Chance etwas wirklich Eigenes zu tun. Und damit die echte Chance einen guten Job zu bekommen.</li>
<li><strong>Keine Katastrophe – die Welt hat sich tatsächlich weiter gedreht.</strong> Ich hatte damals mächtig Bammel meinen Eltern das Zeugnis vorzulegen. Es war noch gar nicht lange her, da hatte ich Mal versucht, die Unterschriften zu fälschen. Sah leider mehr nach Kartoffeldruck, denn nach Picasso aus. Der missratene Sohn, dieses charakterlose Wesen wurde denn auch gleich wieder zum Rektor zitiert. Ja, ich war ein angehender Schwerverbrecher. Erst später sollte ich feststellen, dass man es so in diesem Lande bis zum Verteidigungsminister bringen kann. Hätte ich mit 9 Jahren Tagebuch geschrieben, dann hätte die Überschrift nicht hochmütig „Vorerst gescheitert“ gelautet, sondern: „Scheiße, so wird das nichts. Mach ich nicht wieder.“ Die Welt ging nicht unter. Ich habe überlebt. Ich habe 27 Mal ohne Hausaufgaben überlebt! Habe Abitur gemacht, habe studiert, bin Unternehmer geworden. Und warum? Weil ich dann irgendwann erkannte, dass es nicht darum geht, irgendwelche Hausaufgaben zu machen, sondern die richtigen Aufgaben richtig. Sein Leben lang. Und wenn Du richtig, richtig Glück hast im Leben, sind es sogar die, die Dir Deine Eltern und Lehrer(innen) auftragen. Und wenn das mal nicht so sein sollte, hast Du (hoffentlich) immer noch einen gesunden Menschenverstand, um Dir deine Eigenen aufzuerlegen und Dir Dein eigenes Zeugnis auszustellen. Jeden Tag. Und wenn es mal nicht klappt, Du nicht der beste bist, nicht der Superheld, dann hast Du wenigstens eine Gewissheit: Mehr war einfach nicht drin. Selbstanstrengung: sehr gut.<strong></strong></li>
<li><strong>Wenn es für Dich keinen Sinn macht, dann lass es.</strong> Mein Vater liebt Pferde, meine Mutter Zähne, meine Stiefmutter die Weinberge und meine Frau ihre Wohnzimmer-Deko. In all diesen Fächern würde ich diesen Menschen immer eine glatte Eins ausstellen. Ein „sehr, sehr gut“. Aber ich kann gar keine Noten geben. Dazu müsste ich ja kompetent sein. Bin ich ja gar nicht. All diese Menschen hatten das Pech, dass ich mich so gar nicht für ihre Disziplinen erwärmen konnte oder kann. So ist das mit Familie. Man gehört trotzdem dazu, auch wenn man anders ist. Ich habe es versucht. Wirklich. Doch da ist so gar nichts, in mir, was schwingt. Heute nenne ich die Erkenntnis „Nicht WESENtlich“, es entspricht meinem Wesen nicht. Ich bin und bleibe in diesen Fächern einfach furchtbar doof. Es ist weder Trotz, Trägheit, Feigheit noch irgendetwas im Spiel. Da ist einfach nichts bei mir. Oder wie man so schön sagt, es bedeutet mir NICHTS. Meine liebe Ehefrau rollt schon mit den Augen wenn sie auf ihre neue Deko zeigt und sagt, „Aber, das musst Du doch schön finden.“ Warum? Damit ich Dir gefalle? Damit Du nicht alleine bist mit Deiner Meinung? Damit Du Bestätigung findest? Wenn es für Dich Sinn macht, ist es doch sinnvoll genug. Es braucht mich nicht dazu. Und lügen werde ich nicht mehr, um eine gute Note, ein gutes Führungszeugnis von Dir zu bekommen. Gib mir im Fach Zimmer-Deko ruhig ein „Ungenügend“, bescheinige mir, dass meine Versetzung in höhere „Deko-Weihen“ gefährdet ist. Ich bin bereit mit den Konsequenzen zu leben. Habe genug mit meinen eigenen Fächern zu tun. Lass uns lieber über die vielen Fächer sprechen in denen wir beide unser Bestes geben wollen.<strong></strong></li>
<li><strong>Spaß ist ein Mythos.</strong> Nur weil etwas keinen Spaß macht soll ich davon ablassen? Wenn mir etwas wirklich wesentlich und wichtig ist, dann tue ich Dinge, die kurzfristig betrachtet überhaupt keinen Spaß machen. Man frage einen Fußballer doch mal, ob ihm ein Spiel im Januar bei Matsch und Kälte „Spaß“ macht. Er wird Sie ziemlich konsterniert anschauen. Selbstverständlich ist das kein Spaß. Es ist anstrengend, kostet enorm viel Selbstüberwindung, ist nur mit Energie und echtem Einsatz zu meistern, kurz, es ist der Preis für das, was der Mensch wirklich, wirklich will: Freude erleben. Den Flow erfahren. In einen Zustand zu kommen, der weder Über- noch Unterforderung bedeutet. Die Sekunden und Minuten erleben, in denen keine Grundsatzfrage uns irritiert. In denen wir einfach nur sein dürfen und tun können, was wir jetzt, in diesem Moment wirklich, wirklich wollen, um etwas zu erreichen, was uns wirklich, wirklich wichtig ist. Bei einem Kind nennt man das Spiel, bei einem reifen Erwachsenen Arbeit mit spielerischer Leichtigkeit. Hast Du keinen Spaß bedeutet das noch gar nichts. Hast Du aber langfristig keine Freude an dem was Du da tust, so frage Dich ernsthaft, ob Du da etwas wesent-liches tust oder nur ein gutes Zeugnis haben willst<strong></strong></li>
<li><strong>Keiner weiß, was wird!</strong> Aber was soll denn aus dem Jungen/ Mädchen werden? Lautet der Jammergesang manches Elternteils. Hoffentlich ein sich seiner Selbst sehr bewusster Mensch. Bitte richtig verstehen, ich rede keiner „Ist-mir-doch-scheiß-egal“-Pädagogik das Wort. Meine damalige Situation war anders als die der heutigen Kinder. Es gab nicht diese vielen Schalter hinter denen sich sofort neue, extrem verführerische Welten auftaten. Wir konnten einfach nicht in die fernen Länder Youtube, Facebook, Zalando oder Amazon vordringen. Vor allem nicht an Sonntagen. Es ist weder einfacher noch schwieriger geworden. Weder besser für die Kinder noch gefährlicher. Es ist wie es ist UND niemand, auch ein Zukunftsforscher wie Herr <a href="http://www.horx.com/Reden/Macht-der-Megatrends.aspx">Matthias Horx,</a> den ich sehr schätze, oder die Unternehmensberater <a href="http://www.foerster-kreuz.com/">Förster &amp; Kreuz</a> können uns wirklich, wirklich sagen, was kommt. Doch hört man genau hin, was da so auf uns zukommt, so zeichnet sich doch eine Gewissheit ab: Alles bleibt anders und wirklich Freude und manchmal auch Erfolg haben die, die keine Angst davor haben zu lernen, etwas Neues zu wagen, neue Ideen auszuprobieren, auf die Schnauze fallen und wieder aufstehen. Menschen, die sich selbst immer wieder gute, als auch schlechte Noten ausstellen können. Menschen, die sich Feedback einholen. Menschen, die den Wunsch nicht aufgeben, das Leben lebenswert und die Welt ein bisschen besser zu machen. Menschen, die ihren Kindern, den doch so schlechten Schülern, einfach über den Kopf streicheln können und mal die Schnauze halten, Geduld zu wahren und Vertrauen walten lassen. Ich habe das dieses Wochenende getan. Mein Sohn wird diese Zeilen hoffentlich erst lesen, wenn ich mal nicht mehr bin, denn &#8230;. er hatte ein gutes Zeugnis.</li>
</ul>
<p>Ich schrieb diese Zeilen einzig für uns, die Erwachsene, die wir erkennen, dass wir in der Schule des Lebens noch immer so manche schlechte Note kassieren und wir unsere Hausaufgaben immer noch ganz alleine machen müssen. Fazit: Auch heute wieder vieles nicht geschafft und in vielen Fächern nur befriedigend bis ausreichend. Und Sie/ Du?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wichtiger Nachtrag:&nbsp;</strong></p>
<p>Noch am Abend nach der Veröffentlichung des Blog-Beitrages erhielt ich von meinem Vater, <a class="" href="http://www.bbs-simmern.de/index.php?id=46">Herrn Oberstudiendirektor, Dipl. Ing. Wolfgang Herbst</a>, folgende Antwort:</p>
<p>„Lieber Sascha,<br />
Dein Text ist sehr interessant. Mir gefällt der Gedanke, dass man sich selbst sein Zeugnis ausstellen sollte. (&#8230;)</p>
<p>Ich habe auf Bundesebene einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit der Dokumentation der personalen Kompetenzen in den letzten Klassen der allgemein bildenden Schulen als Ergänzung der fächerbezogenen Zeugnisse zur Dokumentation der Fachkompetenzen beschäftigt.&nbsp; Warum steht auf Zeugnissen nicht auch, was Schüler/innen außer den Fächern sonst noch besonders gut können &#8211; z. B. eine andere Muttersprache oder Fußballspielen im Sportverein oder Schwimmen oder Judo oder twittern oder&#8230;&#8230;. Das ginge auch in Deine Denkrichtung&#8230; (..)<br />
Gruß OPA,&nbsp; Vaddern&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freue mich sehr über seine konstruktive Art, mit dem Thema umzugehen. Wo doch so oft der Rufer im eigenen Lande gar nichts zählt. Und man sieht, die Streit- und Denkkultur in der Familie Herbst ist gut davor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Über das Quatschen und Denken zur Stille ins Jetzt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 04:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positive Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Übung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beginnen wir den Tag doch einfach mal mit einer Übung: Bitte beantworten Sie die folgende Frage so schnell wie möglich: Wie geht es Ihnen? Bitte erst die Antwort. Jetzt. Geantwortet? Nun bitte weiterlesen: Und nun zwingen Sie sich bitte, die selbe Frage zu beantworten – nachdem Sie mal intensiv darüber nachgedacht und in sich hineingehört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-18-um-21.43.17.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1415" title="Kann man sich an den Badezimmerspiegel kleben – muss man aber nicht. " src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-18-um-21.43.17-258x300.png" alt="" height="300" width="258"></a>Beginnen wir den Tag doch einfach mal mit einer Übung: Bitte beantworten Sie die folgende Frage so schnell wie möglich: Wie geht es Ihnen? Bitte erst die Antwort. Jetzt.</p>
<p>Geantwortet? Nun bitte weiterlesen: Und nun zwingen Sie sich bitte, die selbe Frage zu beantworten – nachdem Sie mal intensiv darüber nachgedacht und in sich hineingehört haben. Bitte wirklich tun. Nicht sofort weiterlesen. Bitte erst in sich hinein hören.</p>
<p>Wer diese kleine Übung bereits am Morgen macht, kann enorm viel über sich erfahren und zugleich üben, wieder von seinen Gedanken loszulassen. Meine Empfehlung ist ein Dreiklang:</p>
<p>1. vom Quatschen (sofortiges antworten ohne denken) zum 2. Denken (meine Güte, was sind denn das alles für unterschiedliche Gedanken. Sind das wirklich Gedanken, oder sind das auch ganz viele Quatschies, die jeden Morgen das selbe in mir plappern) hin zur 3. Stille (wir sind nicht unsere Gedanken, besser, wir sind weitaus mehr als nur unsere Gedanken und damit einhergehenden Emotionen).</p>
<p>Als ich selbst im letzten Jahr meinen persönlichen Change einleitete, gabe es nur eine Grundidee: Wir sind NICHT unser Denken. Die Shaolin nennen diese Erkenntnis „Auf dem Drachen reiten“. Die indischen Weisen sprechen davon, auf dem Elefanten zu reiten. Sich im wahrsten Sinne des Wortes SELBST-BEWUSST, also sich seines wahren Selbst bewusster auf den Elefanten zu schwingen und dieses riesige, übermächtig starke Wesen zu steuern, davon will mein Mentaltraining berichten, dazu will es beitragen.</p>
<p>Daher lautet mein Credo: Du Mensch bist NICHT dein Fühlen, Denken und Handeln. Dahinter oder darüber, je nachdem wie man es sehen will, kommt Dein wahres Ich, Dein wahres mentales Sein zum Ausdruck. Wenn man da hin geht, wird vieles so anders, dass man es kaum noch in Worte auszudrücken vermag. Dann wird plötzlich klar: Alles ist &nbsp;wie es ist – und was ich dazu denke, fühle, wie ich damit umgehe, ist mein ganz persönlicher Beitrag zum Leben.</p>
<p>Und warum sollte man das auf sich nehmen? Weil wahres Wachstum, wahres Selbst-bewusstsein und -vertrauen nun mal bei einem Selbst, beim SELBST beginnt. Und dieses Selbst gilt es zu erkennen. Denn wer es erkennt, davon bin ich überzeugt, wird seinen Beitrag für eine bessere Welt leisten: nicht erst irgendwann, sondern schon heute. Vielleicht nur für eine kurze Zeit. Doch die ist es wert. Ich wünsche allen, die dies gelesen haben einen außergewöhnlichen Tag. Denn in jedem von Ihnen steckt ein außergewöhnliches, einzigartiges Selbst, welches endlich erkannt und gelebt werden will.</p>
<p>Meint Tipp: Er kommt zwar rüber wie ein Weichei, aber seine Worte haben eine enorme Power. Eckhard Tolle ist auf einem guten Weg:&nbsp;<p><a href="http://www.saschaherbst.de/uber-das-quatschen-und-denken-zur-stille-und-ins-jetzt/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die mentale ICH-AG ist ein Irrweg</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 04:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich ankündigte, mich selbst einem Change-Prozess zu unterziehen, wusste ich nicht, wie intensiv dieser werden würde. Daher die lange Abstinenz. Jetzt, nach 6 Monaten kann ich lediglich feststellen, es ist viel anstrengender, als ich dachte. Wovon ich spreche: Individualleistung versus Kollektivleistung. Vom „Einzelkämpfer“ zum „Teamworker/ Netzwerker“. Mentale Stärke ist keine individuelle Leistung, sie ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2011/07/Fotolia_21893003_S.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1376" title="Einbetoniert (mit Freistellungspfad / clipping path)" src="http://www.saschaherbst.de/wp-content/uploads/2011/07/Fotolia_21893003_S-284x300.jpg" alt="" width="284" height="300" /></a>Als ich ankündigte, mich selbst einem Change-Prozess zu unterziehen, wusste ich nicht, wie intensiv dieser werden würde. Daher die lange Abstinenz. Jetzt, nach 6 Monaten kann ich lediglich feststellen, es ist viel anstrengender, als ich dachte. Wovon ich spreche: Individualleistung versus Kollektivleistung. Vom „Einzelkämpfer“ zum „Teamworker/ Netzwerker“.</p>
<p>Mentale Stärke ist keine individuelle Leistung, sie ist Voraussetzung und Ergebnis eines gut funktionierenden Kollektivs. Nehmen wir ein Beispiel: Der Sommer 2011 ist verregnet. Ich kann mich jetzt alleine hinstellen und alle Welt belehren, dass die Beurteilung schlecht, scheiße, mies etc. nur eine individueller Akt ist, der nichts bringt. Doch löst das wirklich irgend etwas aus? Hilft das irgend jemandem?  Aktuell begegnet mir vielerorts eine Opfer- und Jammerkultur. Willkommen im Ohnmachtsspeicher würde Jens Corssen dazu sagen. Viel schöner wäre jetzt die Schaffung einer übersummativen Intelligenz, eines „Es ist, wie es ist – was können WIR daraus machen.“ Wir meint den Freundeskreis, die Familie, die betroffenen Unternehmen etc. Um noch besser nachzuvollziehen wovon ich hier schreibe, bitte ich diesen Beitrag kurz anzuschauen:</p>
<p><a href="http://www.saschaherbst.de/die-mentale-ich-ag-ist-ein-irrweg/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Und was hat das jetzt mit der „Individualfalle“ zu tun – mit dem persönlichen Change-Prozess des Herrn Herbst? Ganz einfach. Wir leben in einer Gesellschaft, die die individuelle Leistung komplett überbewertet. Die Betonung des „ich schaffe das“, der ICH-AG, des „ich bin besonders/anders/besser/schöner“ &#8230; ganz ehrlich, sie wiedert mich an und  langweilt mich zutiefst. Egozentrik und Angst vor dem Identitätsverlust in der Gruppe helfen uns aber nicht weiter.</p>
<p>Mit dieser Erkenntnis/ Einsicht versuche ich, meine Ego-Stimmen herunterzufahren und starke Kollektive zu schaffen: „Übersummative Intelligenzen“. Dafür ist es wichtig, nicht nur eine Idee zu haben, sondern diese auch zu sein (vgl. Fromm). Das bedeutet im Klartext, mich interessiert die Heraushebung meiner Einzelperson nicht länger, ich konzentriere mich vielmehr auf die Ergebnisse von Gruppen, Lösungsteams und möchte zugleich dazu beitragen, solche zu schaffen. (Und daher wird sich diese Web-Site zum Ende des Jahres auch komplett verändert haben, denn sie betont enorm meine Person, was ich nicht länger will).</p>
<p>Weg vom „Mentalen ICH“ zum echten „WIR&#8221;. Das ist ein Paradigmen-Wechsel, denn bis dato ging ich davon aus, dass mentale Stärke beim Individuum anfängt. Heute sage ich, es fängt in der Gruppe, im Team, in der Familie. Ich verabschiede mich von der Idee des „Selbstoptimieres“, des Selfmade-Glückssuchers und verschreibe mich der Idee des mentalen Teams, der übersummativen Intelligenz. Ob das richtig(er) ist? Kann ich noch nicht sagen. Wie bereits eingangs beschrieben, es ist ein echter Prozess, ein richtiges Abenteuer.</p>
<p>Mehr zur Kraft des Kollektivs und des richtigen Umfelds: Malcom Gladwell, Verfasser von „Überflieger“:</p>
<p><a href="http://www.saschaherbst.de/die-mentale-ich-ag-ist-ein-irrweg/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Es gibt ja Menschen, die in mir  einen Wichtigtuer und Theoretiker sehen. Für den Eindruck der Wichtigtuerei möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen. Mir ist das Thema mentale Stärke im Sinne eines inneren menschlichen Wachstums sehr wichtig. Und wann immer einem etwas wichtig ist, neigt er zu Übertreibungen, wird mehr Energie frei, als gewönlich. Eine Kultur des inneren Wachstums ist, warum auch immer, mein Lebensthema geworden. Raus aus der Ohnmacht hin zu gemeinsamen Lösungen und Schaffenskraft lautet mein Credo.</p>
<p>Den praktischen Nachweis versuche ich alltäglich zu erbringen, in der Familie, unserem Freundeskreis, unserer Firma DREIZUNULL und in meiner Arbeit als Mental-Trainer. Wer Einwände hat, nur zu, Spannungen im System erhöhen ja das Lösungspotenzial.</p>
<p>PS: Dieser Beitrag entstand, da mich gestern Günther anschrieb und mich fragte, ob mit mir alles in Ordnung sei. Lieber Günther, wie Du siehst, es ist alles in Ordnung und zugleich ganz schön in Unordnung. Vielen lieben Dank für Deinen Wachrüttler.</p>
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		<title>Schöne deutsche Songs</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 16:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Herbst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich als Teenager meine Klampfe rausholte und zu meinen drei Akkorden trällerte, kam aus meinem Mund nur Englisch. Gutes Deutsch sangen nur Hannes Wader, Reinhard Mey, Konstantin Wecker oder Hermann van Veen. Das war die Musik unserer Eltern. Das waren alte Männer. Wir Teenager darbten, bis die neue deutsche Welle kam. Doch deren Liedgut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich als Teenager meine Klampfe rausholte und zu meinen drei Akkorden trällerte, kam aus meinem Mund nur Englisch. Gutes Deutsch sangen nur Hannes Wader, Reinhard Mey, Konstantin Wecker oder Hermann van Veen. Das war die Musik unserer Eltern. Das waren alte Männer. Wir Teenager darbten, bis die neue deutsche Welle kam. Doch deren Liedgut hat seltsame Spuren und kuriose Bilder  bei mir hinterlassen: Dadada, Hurrahurra die Schule brennt, Jeany &#8230; ja, da flog einem wirklich das Blech weg. Und heute? Unsere Mutter-/Vatersprache erfreut sich größter Beliebtheit. Und ich kann nur sagen: Respekt. Es ist etwas eingetreten, was wohl kaum einer in den 80er Jahren gedacht hätte. Deutsche Musik, die es mit guten englischen Songs aufnehmen kann, abseits der Schlager- und Liedermacherzunft. Und was das mit mentaler Stärke zu tun haben soll? Ich kann es nicht recht in Worte fassen, doch ich denke und fühle, es ist anders, wenn man mit Musik aufwächst, deren Sprache die eigene ist, bei der man wirklich jedes Wort und jeden Satz versteht. Ich fühle mich einfach wohl in diesen Songtexten. Sie sind wie Hängematten, in die ich mich reinlege. Hier zwei Kostproben:</p>
<p><a href="http://www.saschaherbst.de/schone-deutsche-songs/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><a href="http://www.saschaherbst.de/schone-deutsche-songs/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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