Der Change Manager: Sich selbst und andere verändern - und trotzdem bleiben, wer man ist
von Klaus Doppler

Dieses Buch war für mich eine Offenbarung und Erlösung zugleich. Immer wieder wurde ich in diesem Jahr gefragt, warum ich bitte schön, mich nicht auf die Arbeit in der Agentur konzentriere. Als Geschäftsführer und Schreiberling von DREIZUNULL hat man doch schon genug zu tun. Wenn dann noch Familie und Hobby dazu kommen, fragt man sich schon, warum sich einer das antut, und noch ein Thema beackert. Geht es der Firma so schlecht? Muss sich da wieder einer in den Vordergrund drängen und wichtig tun? Verständliche Fragen, doch treffen sie in keiner Weise des Pudels Kern. Ich bin einfach besessen von dem Gedanken der positiven, selbstverantwortlichen Veränderung. Im Marketing quakt man an dieser Stelle gern von CHANGE, hat einen eloquenten Präsidenten im Sinn und findet hierzu unzählige Literatur. Und unter all den wichtigen Herrschaften gibt es einen, dessen Bücher ich sehr schätz, Klaus Doppler. Er hat den Sprung über den Fluss gewagt, der mir die ganze Zeit vorschwebt. Mich nervt einfach diese verdammt Trennung zwischen Beruf und Privat. Für mich gibt es da viel mehr Parallelitäten und Überschneidungen. Wenn ich meine Familie auch (Achtung, ich sage nicht nur, sondern auch) als Unternehmen verstehe und meine Kolleginnen und Kollegen auch als Privatmenschen, dann komme ich zu einem entscheidenden Gedanken: Was kann die private Veränderungsbereitschaft vom Wissen der Unternehmensberater profitieren und wie Unternehmen von der privaten Veränderungsfähigkeit und den Erkenntnissen darüber.

Gerade im Bereich Werbung und Kommunikation haben sich in den zurückliegenden Jahren extreme Veränderungen ergeben. Der technologisch getriebene Wandel ist enorm, da er zeitlich im Zeitraffer zu erfolgen scheint. Jens Corssen empfiehlt dem „Selbstentwickler“ eine mentale Bereitschaft zur Ganztagsschule ohne Ferien. Ich stimme ihm hier gern zu. Doch Wissen allein macht noch keine Veränderung aus. Anders gesagt, sie dauert meines Erachtens viel zu lange, wenn man sich nicht grundsätzlich Klarheit verschafft, über das was Veränderung ausmacht. Klaus Doppler hat hier sehr wertvolle Erfahrungen in Unternehmen gesammelt. Und ich bin ihm sehr dankbar, dass er den Mut hatte, sich zu fragen, was der Einzelne, der Changer/ oder die Changerin, denn nun an Werkzeugen, Wissen und Gedanken bräuchte, um sich auf des Abenteuer Selbst-Optimierung einzulassen.

Für mich ist „Der Change Manager“ das Buch des Jahres 2010. (Auch wenn es bereits 2003 erschienen ist). Für alle, die sich autodidaktisch auf den Weg der Selbst-Verbesserung begeben wollen, ist es eine echte Schatzkiste.

Und es bleibt dabei: Wer andere verändern will, sollte erst mal bei sich anfangen. Und bitte schön, nicht nur ein paar Tage oder Wochen, sondern ein paar Jahre. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Erfolg und Freude bei ihrem privaten und beruflichen Change-Management.


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